Stichprobe
Eine Stichprobe ist eine Untermenge der Grundgesamtheit, anhand derer Aussagen abgeleitet werden, die für die Grundgesamtheit gültig sein sollen. Für die quantitative Fernsehforschung in der Schweiz kommt eine Random-Quota-Stichprobe zum Einsatz.
In einem ersten Schritt geht es um die geographische Verteilung der Panel-Haushalte. Dafür werden die Sample Points (Gemeinden) und die Anzahl der Stichprobenhaushalte pro Gemeinde ermittelt. In diese Phase wird das Random-Auswahl-Verfahren verwendet, d.h. die Auswahl der Untersuchungseinheiten wird durch einen Zufallsprozess gesteuert.
Basis ist eine Auflistung aller Gemeinden der Schweiz mit der Zahl der Haushalte. Dies geschieht für jede der drei Sprachregionen einzeln. Zweisprachige Gemeinden (Zweitsprache muss von mindestens 20 % der Einwohner als Hauptsprache - "am besten beherrscht" - angegeben sein) werden jeweils zweifach geführt und die Haushalte werden für die Stichprobenziehung nach einem Aufschlüsselungscode (Sprachaufteilung) aufgeteilt.
Für die systematische Ziehung werden die Ziehungselemente, also hier die Gemeinden mit ihren Haushalten aufgelistet und nach den folgenden Merkmalen in eine Reihenfolge gebracht:
- Kanton
- Bezirk
- WEMF-Region
- WEMF-Wirtschaftsgebiet
- Agglomeration
- Gemeindeklassen agglomeriert (8 Klassen)
- Gemeindeklassen agglomeriert (4 Klassen)
In einem zweiten Schritt werden innerhalb der Sample Points (Gemeinden) die Panel-Haushalte ausgewählt, wodurch auch die zu Panel gehörenden Personen und deren Menge und Struktur in der Stichprobe bestimmt werden.In dieser Phase erfolgt eine Quotenauswahl. Bei Quotenstichproben geht es darum, vorgegebene Strukturquoten mit Erhebungseinheiten aufzufüllen. Die verwendeten Quoten-Merkmale sind: Haushaltsgrösse, Haushalt mit/ohne Kinder, Alter der haushaltsführenden Person (die Person, die gewöhnlich die Einkäufe tätigt). Somit orientiert sich die Auswahl der Haushalte und Personen an Haushalts- und Personenstrukturen. Die Auswahl erfolgt telefonisch. Auswahlgrundlage sind elektronische Telefonbücher mit den Telefonhaushalten der gezogenen Gemeinden.
