Rückblick
Die Medienstudie 1975-2000
Bis zur Einführung des Radiopanels im Jahre 2001 basierte die Erhebung der Radionutzung in der Schweiz auf der Medienstudie, einer kontinuierlichen Face-to-Face Befragung von jährlich insgesamt 18'000 Personen. Somit beruhten die ausgewiesenen Reichweiten und Nutzungszeiten auf der geschilderten Mediennutzung der befragten Personen.
Die Medien- und Lokalradiostudie der SRG SSR bleibt bis heute die umfassendste Erhebung der Mediennutzung in der Schweiz. Sie dokumentiert für die Jahre 1975-2000 das Medienverhalten der Schweizer Bevölkerung im Bezug auf Radio, Fernsehen und Kino, Zeitungen und Bücher und später auch Internet. Mit der Konzessionierung der ersten kommerziellen Radios im Jahre 1983 wurden diese daraufhin in die Medienstudie integriert. 1986 wurde die Studie erheblich ausgebaut, um der kleinräumig gegliederten Lokalradiolandschaft gerecht zu werden.
Die Medienstudie war zwar allumfassend, die ausgewiesenen Nutzungswerte konnten aber nur so genau sein wie das Erinnerungsvermögen der Befragten. Zudem wurde der Tag befragungstechnisch in 15-Minuten-Blöcke aufgestückelt, die jeweils nur mit einer möglichen Mediennutzung belegt werden konnten. Kürzere Nutzungen gingen entweder unter oder wurden auf eine Viertelstunde aufgebläht. Seit 2001 kennen wir Nutzungswerte, die einer passiven, präzisen Messung in Echtzeit entspringen.
Die Zeitbudgetstudie
Doch die Messung der Radionutzung via Messgeräte ersetzte nicht alles, was uns die Medienstudie lieferte, wie zum Beispiel das Zusammenspiel zwischen alltäglichen Tätigkeiten und Mediennutzung. Deshalb wurde der Kern der Medienstudie in kleinerem Rahmen beibehalten. Zwischen 2001 und 2003 wurde die reduzierte Studie einmal jährlich durchgeführt. 2006 lief sie erstmals in verändertem Format und inhaltlich wesentlich ausgebaut unter dem Namen Time Use Study, als Beginn einer neuen Zeitreihe mit multimedialem Fokus.
