Audio Watermarking

Mit der "Audio Watermarking" Technolgie kann heute zusätzliche Information in eine Tonspur eingebettet werden. Diese sogenannten akustischen Wasserzeichen werden durch das menschliche Ohr nicht wahrgenommen. Damit liessen sich Radiosignale so kodieren, dass sie mit der dazugehörigen Entschlüsselungstechnologie jederzeit und überall richtig erkannt würden. Auf diese Weise liesse sich die im System Radiocontrol nicht erfasste zeitversetzte Nutzung messen (Hören von heruntergeladenen Podcasts (portable digital broacast), angehaltene DAB-Sendungen, "Nachhören" von Sendungen auf dem Internet).

Auch diese auf den ersten Blick brillante Lösung hat ihre Tücken:
Die akustischen Wasserzeichen sind nicht absolut komprimierungs-fest, d.h. sie werden unter Umständen beim Kreieren von podcast-Dateien gelöscht.
Der Markt lässt sich nur vollständig abbilden, wenn alle Sender, auch alle relevanten ausländischen Sender, mitmachen.

(Darüber hinaus müsste auch der Begriff "Markt" revidiert werden: Wie lange wann rechnen wir einen zusätzlichen Hörer der Tagesreichweite einer Sendung noch zu? Hört sich jemand eine podcast-Sendung 12 Stunden, nachdem sie über den Äther ging, an, zählt diese Person zum erreichten Personenkreis; Erfolgt diese Nutzung aber erst 7 Tage danach, so wird sie nicht mehr dazugezählt? Wie unterscheiden wir zwischen einem zusätzlichen Hörer und einem Wiederholungshörer, oder überdenken wir auch den Kennwert der Nettoreichweite?)